Die Ballade von den alten Zeiten

Eine musikalische Umsetzung der Mythen von John Ronald Reuel Tolkien
in Text und Noten gefasst von Friedhelm Schneidewind

Verkleinerte Abbildung aus dem Notenheft »Tandaradey, Lieder und Balladen«, Saarbrücken 1997, ISBN 3-932683-00-5, 16 Seiten, 7 EUR. Eine Aufnahme einer Aufführung von 2002 kann hier heruntergeladen werden (MP3, 1.200 KB). Wrstmals veröffentlich 1992.

Bestandteil des Programmes »Liebe und Tod« von CONVENTUS TANDARADEY sowie der Programme »Lindale Oloro Cuina« und »Lindale Taraldaron«, der Tolkien-Programme von CONVENTUS TANDARADEY.

Bei Aufführung bitte Meldung an den Autor sowie unbedingt GEMA-Meldung!

1   Am Anfang schuf der eine Gott
der Götter Vielzahl mit Musik.

Die hatten Streit, der Gott Morgoth

lehnte sich auf, es kam zum Krieg.

Der Elben und Menschen Geschick

bestimmt hinfort der Widerstreit

von Melkor und der Götter Schar

bis an das End’ der ersten Zeit.  

2   Der Elben Größter fängt das Licht 
der Bäume in den Steinen ein. 

Als die zerstört, Feanor bricht 

den Frieden, mit den Söhnen sein 

schwört er den Eid, bringt Unglück groß 

über der Elben ganzes Volk. 

Auch Feanaro fällt, es hat 

das Böse lange Zeit Erfolg. 

3   Tinuviel tanzt, die Nachtigall, 
und Berens Herz in Fesseln fällt. 

Des Vaters Zorn die beiden treibt 

zur Tat, die das Geschick der Welt 

verändert bis in uns’re Zeit. 

Der zwei Geschlechter besten Geist 

die Liebestat der zwei vereint, 

was vieler Helden Tun beweist. 

4   Und Morgoths Bosheit triumphiert, 
er fesselt Hurin, lässt ihn schau’n 

der Tochter und des Sohnes Schand,

erfüllt der Menschen Herz mit Grau'n. 

Bevor der Mut Earendils 

sein Schicksal endet, der Valar 

Heer ihn bezwingt, er lange quält 

den Helden Turin Turambar.  

5   Der Ringe drei sind noch im Spiel, 
als Saurons Macht nimmt überhand.

Es scheint, erreicht hat er sein Ziel, 

das Böse herrscht im ganzen Land. 

Die kleinen Leut’, ihm unbekannt,

nutzt Gandalfs Macht, um zu besteh’n:

zerstört den Ring, bewahrt das Land –

doch Elben und Magie vergeh’n.


© 1992 Friedhelm Schneidewind

Entnommen dem Notenheft »Tandaradey, Lieder und Balladen« (1997).

Erstmals veröffentlicht als Sonderdruck 1992.

Enthalten auch im Buch »... wie schmelzen deine Blätter« von Friedhelm Schneidewind, illustriert von Ulrike Schneidewind (1993), im Liederheft »Liebe und Tod« von Friedhelm Schneidewind, illustriert von Ulrike Schneidewind (1998), und im Buch »Mittelerde ist unsere Welt«, einer Anthologie, herausgegeben 2006 von Friedhelm Schneidewind und Frank Weinreich .

Bei Aufführung bitte Meldung an den Autor sowie unbedingt GEMA-Meldung: GEMA-Werknummer 2.955.430