Michaela
Auinger ist Schauspielerin und stammt aus Österreich. Während
ihrer Ausbildung am Konservatorium Linz und am Max-Reinhardt-Seminar Wien
spielte sie u. a. die Antigone im gleichnamigen Stück von Anouilh.
In ihrem ersten Engagement in Würzburg spielte sie die Miranda in Shakespeares »Der Sturm«, die Marianne in Molières »Tartuffe« und viele weitere Rollen. Mehrere Monate war sie mit dem Euro-Studio Landgraf auf Tournee und stand mit Walter Giller in Molières »Der eingebildete Kranke« auf der Bühne. Ihr erstes Soloprogramm spielte sie in Oberhausen: die Titelfigur in Athaydes »Auftritt Dona Margarida« (Uraufführung mit Annie Giradot in Paris). Es folgten Rollen in Stücken von Hauptmann und Saunders sowie von Schnitzler und Horvath, die sie als Autoren besonders schätzt.
Am Studio-Theater entstand 1987 ihr 2. Soloprogramm: die Uraufführung »Die Kellnerin Anni« von Herbert Rosendorfer; bundesweit »serviert« die »Kellnerin« seither erfolgreich dieses Gastspiel.
Zwei Jahre arbeitete Michaela Auinger beim Kulturamt der Stadt Saarbrücken. Von 1992 bis 1994 war sie an den Uckermärkischen Bühnen Schwedt engagiert, wo sie u. a. in Camolettis »Boeing, Boeing«, Hauptmanns »Schluck und Jau« und Shakespeares »Romeo und Julia« auftrat. 1994 kehrte sie nach Saarbrücken zurück, wo sie medienpädagogisch an einer Grundschule arbeitete.
Neben ihren umfangreichen schauspielerischen Aktivitäten hat Michaela Auinger im Laufe ihrer Karriere Erfahrungen auf zahlreichen anderen Gebieten gesammelt, Gesangsunterricht genommen, war Gründerin der Gruppe »Zwielicht« (Theater mit Blinden), hat im Medienbereich gearbeitet und an Tanzprojekten mitgewirkt. 1994 erhielt sie ein Stipendium des Landes Brandenburg. 1994 und 1995 war Michaela Auinger Jurorin beim Deutschen Literatur-Theater-Preis, dessen künstlerische Leitung sie nun auch übernommen hat.
Im Moment bereitet sie mit ihrer »Circe-Theaterproduktion« ein Stück von Arthur Schnitzler vor, das im November im Studio-Theater Premiere haben wird.
Michaela Auinger ist in Österreich geboren, hat ihre Ausbildung in ihrer Heimatstadt Linz an der Donau begonnen und in Wien fortgesetzt. Nach Abschluß der Ausbildung zur Bühnenreife und 2 Semestern Theaterwissenschaft kam sie nach Deutschland. An das SLT nach Saarbrücken wurde sie 83/84 engagiert; ihre erste Rolle an der Saar: Luise in Schillers »Kabale und Liebe«. Nach einer Tournee mit Walter Giller in einem Molière-Stück bekam sie 1985 die Chance, ein Solo-Stück zu spielen: »Auftritt Dona Margarida« wurde am Theater Oberhausen inszeniert. Dieser »tragikomische Monolog für eine stürmische Frau« bedeutete für sie künstlerisch eine wichtige Erfahrung; Publikum und Presse zeigten sich beeindruckt von der Wandlungsfähigkeit der Darstellerin. 1987 inszenierte Jürgen Wönne, der Leiter des Studio-Theaters, mit ihr »Die Kellnerin Anni«. Der Autor, Herbert Rosendorfer, äußerte sich positiv über die Uraufführung, die Publikumsresonanz war hervorragend, die Produktion war als Gastspiel in allen alten Bundesländern zu sehen. Ebenfalls unter der Regie von Jürgen Wönne beschäftigte Michaela Auinger sich als »Bienenkönigin« mit dem Thema Technologie – Umwelt und als »Bühnenkönigin« mit einem ihr nicht unbekannten Thema, dem der engagementlosen Künstlerin; beide Humoresken waren in Saarbrücken unter dem etwas verwirrenden Titel »Tutti frutti« zu sehen. 1989 – 91 arbeitete Michaela Auinger beim Kulturamt Saarbrücken, baute die Blindentheatergruppe »Zwielicht« auf und erarbeitete mehrere Theaterprojekte an Schulen. Derzeit plant sie ein neues Projekt und versucht, als freie Schauspielerin zu »existieren«.