1990 wurde auf seinen Wunsch der »Studio-Theater-Verein e. V. – Verein zur Förderung von Theater, Literatur und Kleinkunst« gegründet, der von da an Träger des Theaters war. Wegen unterschiedlicher Auffassungen schied Thom Wolff 1994 aus dem Studio-Theater aus. Schon vorher, besonders aber ab diesem Zeitpunkt gab es zwischen Jürgen Wönne und dem Vorstand Querelen, die nicht nur Formalien betrafen. Seine Kompetenz als künstlerischer Leiter wurde nie in Zweifel gezogen. Es ist jedoch nicht mehr möglich, das Unternehmen Studio-Theater mit seinen verschiedenen Abteilungen eigenwillig immer noch wie ein kleines alternatives Privat-Theater zu betreiben.
Der Verein hat sich von Jürgen Wönne nicht im Streit getrennt, doch mit Distanz und Differenzen, und will nun mit einer neuen künstlerischen Leitung frischen Elan in das Unternehmen bringen.
Seit
dem 1. September 1995 hat Michaela Auinger die
künstlerische Leitung übernommen. Als Schauspielerin ist sie
dem STS seit dessen Gründung verbunden.
Das bewährte Konzept des Studio-Theaters als professionelle Spielstätte sowie Gastspiel- und Tourneeorganisation bleibt erhalten. In Einzelbereichen gibt es Änderungen, etwa ein neues Logo und zusätzliche Veranstaltungen, sowie eine verstärkte Zusammenarbeit mit Kulturveranstaltern, –vereinen und –organisationen. Bewährte Programmpunkte wie der »Magic Mittwoch«, der »Saarbrücker Abend« und der »Literarische Zirkel« bleiben bestehen, es werden mehr literarische und Kinderprogramme angeboten. Der Schwerpunkt wird aber verstärkt auf dem Theaterbereich liegen. Mit »Carmilla« und der »Kellnerin Anni« sowie der neuen Produktion von Michaela Auinger, die im November Premiere hat, hat das STS drei interessante Eigenproduktionen anzubieten. Der Name Kabali-Theater verschwindet; die Funktionen als Künstler-Vermittlung und Tourneeorganisation übernimmt wie früher wieder das Studio-Theater.