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Zehntscheuer · Hemsbach

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13. Phantastische Nacht

28. November 2005

Von Amber bis zum Mars:
Roger Zelazny, ein meisterlicher Geschichtenerzähler

Roger Zelazny (1937-1998) war einer der besten Science-Fiction- und Fantasy-Autoren seiner Generation und  wurde nicht nur vielfach ausgezeichnet, sondern hat die SF und Fantasy auch stark beeinflusst; zusammen mit Harlan Ellison und Samuel R. Delaney bildete er in den 60er-Jahren das »Dreigestirn der New Wave«.

 »Der fünfbändige Zyklus um Corwin von Amber von Altmeister Roger Zelazny gehört in der Fantasy zum besten, was sword and sorcery  zu bieten haben.«
(aus meiner Kritik zum zweiten Teil des Zyklus im »Saarländischen Kultur-Journal«)  Aus diesem fünfbändigen Werk (es gibt noch eine fünfbändige Fortsetzung der Saga) war an diesem Abend ein typischer Ausschnitt zu hören: die eigenständige Geschichte von Lorraine – voller Dramatik, Kampf, Romantik und Poesie.

Im Mittelpunkt des Abends jedoch stand eine der besten Geschichten von Zelazny: »Dem Prediger die Rose« (»A Rose for Ecclesiastes«, 1963) – eine bittersüße (Liebes-?)Geschichte über einen irdischen Dichter und eine marsianische Priesterin, über die Begegnung zweier Kulturen, voller Spannung, Poesie, Melancholie, Trauer und Romantik. Diese Geschichte wurde 1968 von den Science Fiction Writers of America auf den 6. Platz aller bis 1965 publizierten Stories gewählt.
Abgerundet wurde der Abend durch ein paar kurze Stories, die auch den Humor und die überbordende Phantasie dieses Autors zeigten, der auch wunderschöne Parodien geschrieben hat.

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12. Phantastische Nacht

17. Oktober 2005

50 Jahre DER HERR DER RINGE
Jubiläumsabend mit »Büffet aus dem Auenland«

Am 20. Oktober 1955 erschien der dritte Band der großen Ring-Trilogie von John Ronald Reuel Tolkien  (3.1.1892 – 2.9.1973). Dieses Ereignis wurde rund um den Globus gefeiert, und so auch in Hemsbach. Schließlich ist DER HERR DER RINGE das nach der Bibel zweithäufigst verkaufte Buch und seit Oktober 2004 auch offiziell das beliebteste Buch der Deutschen.

An diesem Abend wurde»JRRT« groß gefeiert: mit einem Büfett nach Hobbit-Art, in angemessenem Rahmen und mit passender Unterhaltung.
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Tolkien war einer der größten Phantasten der Literaturgeschichte und hat mit dem »Herrn der Ringe«, der Saga um Mittelerde, die Hobbits (Halblinge), um Elben und Zwerge, um den Zauberer Gandalf und um die drei Ringe (der Elben) und den »Einen Ring« (Saurons) einen der umfangreichsten, fantastischsten, schlüssigsten und erfolgreichsten Mythen geschaffen und damit der Fantasy-Literatur zum Durchbruch verholfen. Seine Welt mit eigener Kosmogonie,  Religion und  Sprache bietet zahlreiche Aspekte bis zur Politik, und man kann in den Werken des berühmtesten phantastischen Autors zu fast jedem Problem des Menschseins Bedenkenswertes  finden. Und: Alles, was Tolkien schreibt, könnte sich so in grauer Vorzeit wahrhaft ereignet haben ...
Neben der Erbauung an Speis und Trank werden an diesem Abend unter anderem zu hören sein:
Die Erschaffung der Welt, wie Tolkien sie beschrieb
Die Geschichte von BEREN und LUTHIEN, dargestellt teils mit Musik
Auszüge aus dem Musikprogramm LINDALE TARALDARON der Musiktruppe Conventus Tandaradey
und viel Wissenswertes und Amüsantes rund um Tolkien und sein Meisterwerk, dargeboten von Friedhelm Schneidewind, Autor des Standardwerkes »Das große Tolkien-Lexikon«
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11. Phantastische Nacht

19. September 2005

Staunen und Schrecken:
Zeitgenössischer Horror und Fantasy

Im Zentrum des Abends standen zwei der besten Fantasy-Horror-Geschichten der letzten Jahrzehnte, die ungemein spannende, romantische, poetische, grauenhafte und faszinierende Story »Kirschlicht und Glaspol« von Thomas Ziegler (1986) sowie die mindestens ebenso traurige und bewegende Geschichte von der grauen Alys: »Das verlassene Land« (1982) von George R. R. Martin

Hinzu kamen zwei wirklich bösartige moderne Stories von Hans Dieter Römer (»Wölfe im Betonwald«, 1994) und Joe R. Lansdale (»Mein toter Hund Bobby«, 1987).

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10. Phantastische Nacht

18. Juli 2005
Zaubergeschichten um Kinder und Jugendliche

Am 16. Juli 2005 erschien der sechste Harry-Potter-Band auf Englisch.

Zwei Tage später wurde in der Phantastischen Nacht deutlich, dass es noch viele andere Kinder und Jugendliche gibt, die gar wundersamer Zaubereien mächtig sind. Zu hören waren Geschichten von jenen, die zaubern können wie auch jenen, die sich dagegen sträuben oder sogar – auch darin Vorbilder von Harry Potter – gegen bösartige Magier und Hexen antreten müssen.

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9. Phantastische Nacht

20. Juni 2005

SENSE OF WONDER: Science Fiction des Golden Age
Stories aus den 30er- bis frühen 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts,
aus dem GOLDEN AGE der SF

»SF ist schlecht!« – tönt ständig ihr Gekläff.
»Dies hier scheint gut!« – »Dann ist es nicht SF!«
(Kingsley Amis, 1960)

Es ist unmöglich, die Vielfalt der Science Fiction des Golden Age, der 30er-, 40er- und frühen 50er-Jahre des 20. Jahrhunderts, in nur wenigen Stunden aufzuzeigen.
 Selbst wenn man den Begriff eng faßt, sich auf die angloamerikanische Literatur und dort auf kürzere Geschichten beschränkt, findet man Dutzende hervorragender Anthologien mit Hunderten toller Stories. Das Spektrum reicht weit: von der klassischen Space-Odyssee, in der »Helden noch richtige Helden, Monster noch richtige Monster und kleine pelzige Wesen von Alpha Centauri noch richtige kleine pelzige Wesen waren« (Douglas Adams), bis zu  moralisierenden, ja moralinsauren Geschichten; von (auch politisch) konservativen Entwürfen, in denen alles bleibt, wie es war, nur größer, schöner, besser, bis zu kritischen, satirischen, im besten Sinne progressiven Stories.
   Die Schauplätze und Zeiten sind ähnlich weit gestreut: von anderen Sternensystemen und parallelen Welten bis zum Inneren des menschlichen Körpers, von einer mythischen Vergangenheit über die Gegenwart und eine nahe Zukunft, etwa nach einer atomaren oder biologischen Katastrophe, bis zum Ende des Universums.
                          Mit den 4 ausgewählten Geschichten wurde dieses Spektrum etwas deutlich gemacht:

Catherine Lucile Moore: SHAMBLEAU (1933)
Wernher von Braun: LUNETTA (1930)
Mark Clifton und Alex Apostolides: WIR SIND ZIVILISIERT (1953)
Alfred Bester: DISAPPEARING ACT (1953)

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8. Phantastische Nacht

18. April 2005

Altmeister des Grauens

Sie sind heute legendär: E. A. Poe, H. P. Lovecraft und andere frühe Heroen des Schreckens, literarische Vorfahren moderner Bestsellerautoren wie Stephen King. Mit 9 Werken von 7 Autoren des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts wird Friedhelm Schneidewind ein weites Spektrum vorstellen, von Balladen von Bürger und Goethe über klassische Gruselgeschichten bis zu Wells’ Parabel auf die Unersättlichkeit des menschlichen Wollens, in der sich Horror-, Fantasy- und Science-Fiction-Elemente mischen, zwei der Werke werden als Gesang vorgetragen.

Gottfried August Bürger (1747-1794)
Des Pfarrers Tochter von Taubenhain

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
Der Erlkönig
(Musik: Johann Friedrich Reichardt, 1752-1814)

Edgar Allan Poe (1809-1847)
Die Maske des roten Todes

Charles Baudelaire (1821-1867)
Die Verwandlungen des Vampirs
Der Vampir
(Musik nach Charles François Gounod: Meditation über das Präludium Nr. 1 C-Dur von J.S. Bach, 1852)

Howard Phillips Lovecraft (1890-1937)
Der Hund
Der Außenseiter

William Butler Yeats (1865-1939)
Die Weisheit des Königs

Herbert George Wells (1866-1946)
Der Mann, der Wunder tun konnte

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7. Phantastische Nacht

17. Januar 2005

Zeitgenössische deutsche Science Fiction

Amüsantes, Parodistisches und Makabres aus den letzten vier Jahrzehnten

»Bücher, die nach den Ereignissen, die sie schildern, geschrieben werden, besitzen in Epochen höchster Gefahr keinen wahren Wert, denn auf die abgelaufenen Geschehnisse vermag kein Mensch mehr Einfluß zu nehmen, sie sind gewordene Zeit, geschehene Geschichte, abgeschlossene Vorgänge. 
Wer aber die Kraft aufbringt, vorher zu beschreiben, was geschehen könne, wo nicht müsse, kann immerhin Alarm schlagen und Kräfte der Gegenwehr mobilisieren.«
(Gerhard Zwerenz)

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