»Graf Dracula« flieht aus Deutschland aus Angst vor Neonazis
Vlad Dracula Prinz Kretzulesco
So nennt sich Ottomar Berbig (60) in seiner Eigenschaft als adoptierter
Nachkomme von Vlad Tepes.
Nach Angaben der britischen Zeitschrift »Daily Telegraph«
wurde er von einer Nachfahrin des 1447 gestorbenen walachischen Woiwoden
adoptiert, damit der berühmten Name erhalten bleibt.
Bisher lebte Vlad Dracula Berbig in Brandenburg, nun will
er nach England auswandern. Das erzählte er im Oktober 2000 der britischen
Zeitung »Daily Telegraph«. Deutschland habe ihn das Fürchten
gelehrt - nicht, indem es ihm mit Knoblauch oder Vampirjägern
nachgestellt habe, sondern durch die Brandanschläge, die mehrmals
Neonazis auf sein Schloss in Schenkendorf verübt hätten. Er habe
genug von der Mentalität einiger Leute in Deutschland. An England
mag er »die liberale Atmosphäre«.
Nun sucht Dracula in England ein angemessenes Schloss.
Auch beruflich möchte er seinem Namen entsprechend tätig werden,
etwa in der Öffentlichkeitsarbeit für den englischen Blutspendedienst.
Nachtrag im Mai 2000: Was daraus geworden
ist, kann man
hier lesen.