Zur Kritik aller Aufführungen

Mit dem »Tanz der Vampire« hat Starregisseur Roman Polanski 1967 einen Kultfilm geschaffen, der als die ultimate Parodie des Genres gilt. 30 Jahre später, 1997, im »Jahr der Vampire« hat Polanski aus diesem Film in Wien ein Musical gemacht, das inzwischen fast ähnlichen Kultstatus erreicht hat wie der Film (siehe AUSFÜHRLICHE KRITIK der WIENER AUFFÜHRUNG, unverändert).

Ab Februar 2010 war das Musical zum zweiten Mal in Stuttgart zu sehen, diesmal im Palladium-Theater. TANZ DER VAMPIRE war in einer einmaligen Abstimmungsaktion vom Stuttgarter Publikum zurückgewählt worden. Mehr als 25.000 Musicalfans hatten sich an einer über zweiwöchigen Aktion beteiligt, bei der zwischen den neun Shows aus der 15-jährigen Stuttgarter Musical-Geschichte gewählt werden konnte. Und der Erfolg gibt STAGE ENTERTAINMENT recht: Schon Mitte Januar waren mit mehr als 180.000 Tickets verkauft, ein neuer Vorverkaufsrekord für Stuttgart. Und das Musical lief so gut weiter, dass die ursprünglich geplante Spielzeit verlängert wurde von Januar 2011 bis Ende Mai 2011!

Meine bisherige Lieblingsaufführung des TDV in Oberhausen wird in Stuttgart nicht ganz erreicht, die Inszenierung bewegt sich etwa auf dem Niveau der Berliner Aufführung und ist damit schon sehr gut. Schwachpunkte sind vor allem ein schlecht ausgesteuertes Verhältnis von Orchester und Singenden – letztere sind oft kaum zu verstehen – und manchmal ein wenig zu viel Klamauk für meinen Geschmack. Außerdem hat man noch mal ein wenig gekürzt, so fällt der Tod von Koukul weg bzw. wird nur noch angedeutet. Insgesamt aber ist die Stuttgarter Inszenierung sehr zu empfehlen! Und die Besetzung ist zum größten Teil sehr überzeugend, ganz besonders Graf Krolock, nun ja, er war wie viele andere ja auch schon in früheren Besetzungen dabei, die meisten in Oberhausen, einige auch schon in anderen Inszenierungen! Die (neue) Darstellerin der Wirtin gefällt mir besser als die in Oberhausen. Die Wirtin ist endlich wieder mal »gut gebaut« und passt zu der Rolle!

Manko der Aufführung: Man sollte aber viel Zeit für danach mitbringen, zumindest wenn man mit dem Auto da ist. Die Bezahlung am Kassenautomaten des Parkhauses dauert nämlich einen gefühlten dritten Akt lang!

Eine ausführliche Darstellung der Story und der einzelnen Szenen findet sich ebenso in meiner umfangreichen KRITIK der WIENER AUFFÜHRUNG wie meine kritischen Anmerkungen zum Plot und meine grundelegenden Bedenken zur Ausgestaltung der Vampircharaktere.

INFOS zur Stuttgarter Aufführung

FOTO-SEITE zur Stuttgarter Aufführung

Besetzung in Stuttgart
Hinter der Bühne in Stuttgart


KRITIK der OBERHAUSENER AUFFÜHRUNG
(unverändert, mit Fotos)
KRITIK der HAMBURGER AUFFÜHRUNG
(unverändert, mit Fotos)
KRITIK der BERLINER AUFFÜHRUNG
(unverändert, mit Fotos)
KRITIK der WIENER AUFFÜHRUNG
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KRITIK der 1. STUTTGARTER AUFFÜHRUNG
(unverändert, mit Fotos)